Auteur : phehn
Hexenverfolgung, Inquisition und Konquista im Zeitalter des Humanismus : Unkraut unter dem Weizen ?
Das Zeitalter des Humanismus ist das Zeitalter des Menschen schlechthin. Der mittelalterliche Mensch erwacht aus einem tiefen Schlaf und entdeckt in dem Kontakt mit der antiken Kultur die Wichtigkeit der Toleranz, der Gewaltlosigkeit und der Gewissensfreiheit. Es gibt aber ein seltsames Paradoxon in dieser Epoche, denn gerade da, wo Toleranz und Freiheit gefordert werden, üben die Menschen in aller Freiheit die schlimmsten Gewalttaten. Da wo der Weizen gedeiht, wächst auch das Unkraut, da wo eine Kerze brennt, gibt es auch Dunkelheit. Man kann sich also die Frage stellen, welche Rolle die Hexenverfolgungen, die Inquisition und die Konsquista in dieser Dichotomie zwischen Leben und Verderbnis, Licht und Dunkelheit spielen. Mit anderen Worten : was für eine Bilanz kann man über das Zeitalter des Humanismus wirklich ziehen ? Ist der Humanismus ein gescheiterter Versuch, dem mittelalterlichen Menschen eine kulturelle Erziehung zu geben ?
| Septembre | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 |
Consultez l´actu cinéma :