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Auteur : phehn
Titre : Videospiele und Gewalt
Date : 21/11/2005
Commentaire : Eine neue Subkultur ist in Deutschland entstanden : Die seltsame Welt der Computerspieler. Noch mehr als in anderen Ländern ist das Spielen in Deutschland ein richtiges Modephänomen. Doch spätestens seit dem Amoklauf von Erfurt sind LAN-Parties in den Augen der Öffentlichkeit in Verruf geraten. Computerspieler gelten nun als potentielle Amokläufer. Wo liegt die Wahrheit ?

Die Lan Parties in Deutschland

Die LAN-PARTIES sind Veranstaltungen, die oft über ein ganzes Wochenende andauern. Auf diesen Versanstaltungen treffen sich die begeistersten Computerspieler. Diese schließen ihre Rechner in einem Local-Area-Network (= LAN) zusammen und spielen gegeneinander.

Die LAN-Parties nehmen in Deutschland einen gigantischen Ausmaß an. Im Dezember 1999 erreichte eine Lan-Party in Duisburg 1.600 Teilnehmer, d.h 1600 miteinander vernetzte Computer. Im Jahre 2000 brachte man die Zahl auf 2.460 Teilnehmer, 2004 auf 3150 Teilnehmer.

Die Lan-Parties sind heute zum Ausdruck einer neuen Jugendkultur geworden, zu einer sogenannten Subkultur mit ihrem eignenen Computerjargon.

Zu diesem Thema könnt ihr folgenden Artikel von Waldemar Vogelgesang lesen :

 LAN-Partys : Jugendkulturelle Erlebnisräume zwischen Off- und Online (2003)

Seit dem Amoklauf von Erfurt sind aber die LAN-Parties in den Augen der Öffentlichkeit in Verruf geraten. Es ist nun die Rede von verschärften Massnahmen und Indizierungen, die gegen die berüchtigte Welt der Computerspieler getroffen werden sollen.

Das Erfurter Massaker

Am 26. April 2002 erschiesst der Schüler Robert Steinhäuser in Erfurt zwölf Lehrer, die Schulsekretärin, zwei ehemalige Mitschüler und einen Polizisten. Am Ende begeht er Selbstmord.

Unter dem Titel „Software fürs Massaker" versucht die FAZ dieses Massaker auf die Faszination des Amokläufers für Videospiele und ganz besonders für das berüchtigte Spiel „Counter Strike“ zurückzuführen. Die bayerische Regierung ergreift diese Gelegenheit, um neue Verbote gegen gewaltige Videospiele zu verhängen (Indizierungen). Computerfreaks erheben Protest.

Zu dieser Debatte könnt ihr diese zwei Artikel lesen :

 Software fürs Massaker
 Die Wahrheit über das Massaker in Erfurt

Französische Presseberichte :

 Le Monde interactif : Un lycéen allemand se livre à une tuerie dans son ancienne école.pdf
 Le Monde interactif : Dix-huit morts dans une fusillade dans un lycée en Allemagne
 Le Monde interactif : Après la tuerie du lycée Johann-Gutenberg, Erfurt cherche à comprendre
 Le Monde interactif : La montée des _violences globales

Interessante Filme über dieses Thema :

BOWLING FOR COLUMBINE von Michael Moore :

Am 20. April 1999 richten der 17-jährige Dylan Klebold und der 18-jährige Eric Harris an der Columbine High School in Littleton, Colorado, ein Blutbad an. Sie erschießen zwölf Mitschüler und einen Lehrer. In der Schule haben sie Sprengfallen angebracht, 23 Menschen werden verletzt. Die Teenager begehen später Selbstmord. In den Medien erhob sich die Frage, ob die gewaltigen Videospiele, mit denen diese Schüler spielten, Schuld am Massaker seien.

ELEPHANT von Gustav van Sant :

Eine Amerikanische High School an einem ganz normalen Schultag. Jede Schülerin und jeder Schüler erlebt diesen Tag anders : einige langweilen sich im Unterricht andere haben Probleme mit dem Rektor oder werden von ihren Mitschülern gehänselt und als Aussenseiter abgestempelt.

Doch etwas ist heute anders, denn zwei Mitschüler stehen, bis an die Zähne bewaffnet, vor dem Haupteingang der Schule und wollen ihren kaltblütigen Plan in die Tat umsetzen : die Rache an ihrer Schule, mit Waffen, die sie im Internet bestellt haben. Die ganze Szene läuft wie in einem "alptraumhaften" Computerspiel ab ; Schüler und Lehrer werden kaltblütig erschossen.


 
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